Habibi & Habibti – Bedeutung, Übersetzung & Unterschied

Habibi & Habibti

Mit Sicherheit sind Ihnen schon einmal die Begriffe „Habibi“ und „Habibti“ zu Ohren gekommen. Es ist gut möglich, dass Sie diese Worte während eines Gespräches zwischen zwei Jugendlichen gehört haben. Auch im musikalischen Bereich des Deutschrap fallen immer wieder die Wörter „Habibi“ und „Habibti“. Doch was bedeuteten diese beiden Begrifflichkeiten, die aus der arabischen Sprache stammen und mittlerweile Einzug in die Jugendsprache erhalten haben, eigentlich? Sind es Fantasiewörter, oder sogar Beleidigungen? In diesem Artikel finden Sie Antworten.

Das Phänomen der Jugendsprache

Das junge Menschen Wörter und Sätze verwenden, die in den Ohren von Erwachsenen im ersten Augenblick keinen Sinn ergeben, ist mitnichten ein neues Phänomen. Als wäre das Verstehen dieser eigenständigen Sprechweise nicht schon kompliziert genug, variiert die Art der gewählten sprachlichen Muster wiederum stark zwischen den unterschiedlichen Altersstufen und kulturellen Hintergründen von jungen Menschen. Oft bedienen sich die Jugendlichen dabei starken Übertreibungen und verkleiden ihre Sätze in ausgeprägten humoristischen Mustern. Doch auch Wörter aus anderen Sprachen erhalten zusehends Einzug in den Sprachgebrauch von jungen Menschen. Während dies in der Vergangenheit vor allem englische Begriffe waren, fließen heutzutage vermehrt Wörter aus der türkischen und arabischen Sprache in den alltäglichen Gebrauch von Jugendlichen ein.

Bedeutung und Unterschiede von „Habibi“ und „Habibti“

Wie eingangs bereits erwähnt, haben die Worte „Habibi“ und „Habibti“ ihren Ursprung im arabischen Raum. Übersetzt man das Wort „Habibi“ ins Deutsche, so erhält man sinngemäß „mein Liebling“, „mein Schatz“, oder „mein Geliebter“. Es handelt sich also nicht um eine Beleidigung, sondern bringt tatsächlich die empfundene Wertschätzung eines Menschen gegenüber einem anderen zum Ausdruck.

Möchte man diese im Bezug auf eine weibliche Person ausdrücken, so wählt man wiederum den Begriff „Habibti“, welcher demzufolge „meine Geliebte“ heißt. Genau genommen wäre die richtige Schreibweise in diesem Fall „Ḥabībati“. Da dieses Wort in der arabischen Sprache jedoch mit einem kurzen a ausgesprochen wird, welches mitunter ganz ausgelassen wird, hat sich dieser Umstand auch in der Schreibweise des Begriffes niedergeschlagen. So entstand die heute in Deutschland gängige, vereinfachte Form „Habibti“.

Doch nicht nur Menschen, welche in einer Liebesbeziehung zueinander stehen, geben sich gegenseitig diese Kosenamen. So kommt es vor, dass eine Mutter ihren Sohn „Habibi“ ruft. Auch Freunde machen untereinander von diesen Begrifflichkeiten Gebrauch. In diesem Falle kann das Wort sinngemäß mit „Kumpel“, „Kollege“ oder „Bruder“ übersetzt werden. Es ist auch möglich, dass die Wörter „Habibi“ oder „Habibti“ an das Ende einer Beleidigung gesetzt werden. Dies kann mit dem Fall verglichen werden, wenn in der deutschen Sprache eine Zurechtweisung mit dem eigentlich positiv konnotierten Wort „Freundchen“ versehen wird.

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